Oasen der Stille
Gräber und Grabmale sind Ausdruck der jeweiligen gesellschaftlichen und individuellen Trauerkultur. Sie spiegeln den Umgang mit Tod und Leben, oftmals die Persönlichkeit des Verstorbenen und nicht selten auch Aspekte seines Lebens. Gräber, Friedhöfe sind sichtbare Zeichen der Vergänglichkeit.
Die Landesgartenschau in Bad Essen bringt den Besuchern die Vielfalt und die Möglichkeiten der Gestaltung von Grabstätten und Grabsteinen in einem Bereich oberhalb der Blumenhallenschau und der Terrassengärten näher. In diesem Teil des Ausstellungsgeländes gibt es individuell gestaltete Mustergräber – und zwar für Einzel-, Doppel- und Urnengräber. Sie zeigen die Kunst, Bepflanzung und Grabstein so aufeinander abzustimmen, dass beide eine Einheit im kreativen Ausdruck ergeben. Dazu gehört auch, den Besuchern die stets neuen Gestaltungsideen der Frühjahrs-, Sommer- und Herbstbepflanzung zu präsentieren und so ein abwechslungsreiches Gesamtbild zu schaffen.
Eine Übersicht über die zur Landesgartenschau gestalteten Gräber finden Sie hier:
Memoriam-Garten
Auch wenn es vielen Hinterbliebenen wichtig ist, einen Ort der Erinnerung zu haben, können oder wollen sie gelegentlich die aufwändige und langfristige Grabpflege nicht übernehmen. Die Friedhofsgärtner und Steinmetze haben deshalb eine zeitgemäße und passende Bestattungsmöglichkeit entwickelt: den „Memoriam-Garten“. Dieser ist wie ein kleiner Garten gestaltet. Die einzelnen, individuellen Gräber und die Rahmenbepflanzung verschmelzen, trotz ihrer Unterschiedlichkeit zu einer harmonisch aufeinander abgestimmten Einheit. Jeder Verstorbene wird auf seinem Grabmal mit Namen und Lebensdaten genannt. Namenlose Bestattung und gestalterische Monotonie gibt es hier ebenso wenig wie das Verbot, Blumen oder anderen Grabschmuck niederzulegen.
Den Flyer zum Memeoriam-Garten finden Sie hier:

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